Samstag, 11. Juni 2016

Passt gut auf eure Träume auf!



Heute möchte ich euch ein Buch ans Herz legen, welches es geschafft hat, mein Jahreshighlight zu werden. Es hat mich von der ersten Sekunde an begeistert. Genaueres erfahrt ihr gleich in meiner Rezension. Außerdem könnt ihr mein erstes Interview mit der Autorin Sabine Schulter lesen. Ich wünsche euch viel Spaß :)


"Azur - Wenn eine Diebin liebt" - Band 1 der Traumdieb-Dilogie


Allgemeine Infos:

Titel:   "Azur - Wenn eine Diebin liebt"
Autor:  Sabine Schulter
Format: Taschenbuch  /   Ebook
Preis:     12,99€                  /   3,99€
Seiten: 260

Klapptext:

Jess ist die beste Traumdiebin des Landes und unter ihren Namen Azur fast zu einem Mythos aufgestiegen. Allerdings verabscheut sie das Stehlen und will lieber ein ganz normales Leben führen, wie jeder andere auch. Doch lässt Saphir, der Chef der Diebe, das nicht zu. Er hat sie in der Hand, entscheidet über ihr Leben und ihren Tod.
Jess hat das weitestgehend akzeptiert. Bis sie Cedric und seine Freunde Vincent, Julian und Leander kennenlernt. Die vier sind Behüter, die nur dafür zuständig sind, Traumdiebe zu fangen: also sie.
Doch die vier bieten ihr als Jess, nicht ahnend, dass sie eine Diebin ist, eine unvergleichliche Freundschaft an, die in ihr den Wunsch schürt, von der kriminellen Welt der Diebe fortzukommen. Vor allem als sie spürt, welche Anziehungskraft Cedric auf sie ausübt, zerbröckelt ihr altes Leben. Sie kann und will Cedric nicht entfliehen. Doch sie weiß ganz genau, dass sie kein Mitleid von ihm zu erwarten hat, wenn er herausfindet, dass sie eine Diebin ist.

Cover:
Das Cover ist ein Traum! Mich hat es sofort in Beschlag genommen.
Ich finde die Farbwahl sehr schön, da es dem Cover etwas Mysthisches gibt. Ich finde die Frau passt gut zum Inhalt, denn auch Jess hat in meiner Vorstellung diese grazile Schönheit hat, wenn sie als Azur unterwegs ist, Mir gefällt auch die Schrift sehr schön. In seiner Gesamtheit ein sehr gelungenes Cover, was neugierig auf mehr macht.

Inhalt:
Jeder kennt es, wenn man in aller Frühe aufwacht, nochmal einschläft und dann von einem Albtraum gequält wird, aus dem man schweißgebadet aufschreckt.
Vielleicht war ja ein Traumdieb kurz zuvor bei dir gewesen...
Sie haben die Gabe, Träume zu beeinflussen. Das Talent mancher ist sehr ausgeprägt, bei anderen weniger.
In Traumkugeln verwahren die Diebe unsere guten Träume.
Jess ist von allen Traumdieben die beste, doch steckt hinter ihrem Talent mehr, als andere wissen dürfen... Auch die Gründe, warum sie eine Diebin in der Gilde des berüchtigsten Traumbosses überhaupt ist, sind nicht die, die auf den ersten Blick zu vermuten sind... Hinter jedem Mensch steht eine Vergangenheit und ein Schicksal, so auch bei Jess. Doch sie bekommt die Möglichkeit, ihrem verhassten Lieben zu entfliehen: Vier Jungs stehen ihr plötzlich zur Seite und es kommt zu einer engen Freundschaft, die auch große Stolpersteine überwindet.
Vor allem der temperamentvolle Cedric verdreht Jess den Kopf. Sie weiß, dass die Gefühle für ihn alles nur noch schlimmer machen, doch kann sie ihm widerstehen? Denn auch Cedric findet heraus, dass Jess ihm mehr bedeutet, als er anfangs dachte. Doch ihre Gefühle müssen einiges überwinden... Wird Cedric es schaffen, seine eigentliche Feindin zu retten?

Eine grandiose Idee, die genauso grandios umgesetzt wurde! Traumdiebstahl ist mir bisher noch nie in einem Buch begegnet, sodass ich umso faszinierter war. Traum ist nicht nur Traum, sondern es steckt so viel mehr dahinter. Sabine Schulter schafft mit dieser Idee etwas ganz Großes! Jess' Schicksal berührt einen und lässt einen total mitfiebern, in der Hoffnung, dass sie es mit ihren neu gewonnen Freunden schaffen kann. Immer neue Stolpersteine werden ihr auf dem Weg in die Freiheit vor die Füße gelegt. Das sorgt für eine spannungsgeladene Geschichte, die man nicht aus der Hand legen kann. Ich musste mir sofort bei der lieben Autorin den zweiten Band bestellen, da ich es einfach nicht aushalten konnte :) Diese Dilogie ist mein absolutes Jahreshighlight bisher, denn es hat mich absolut verzaubert. Mittlerweile zählt es zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, denn mich hat Jess und das Milieu des Traumdiebstahl total begeistert!

Charaktere:
Jess ist wirklich großartig, denn hinter ihrem guten Aussehen steckt mehr als manch einer vermutet. Viele Schicksalsschläge machten sie trotz allem zu einer starken Frau, jedoch auch zu einer sehr verschlossenen. Cedric ist es, der in ihr ungeahnte Gefühle weckt und ihren Mut und ihren Willen zu handeln zum Vorschein bringen. Doch Jess liegt nicht nur ihr eigenes Schicksal am Herzen. Ihr ist es wichtig, auch ihre Freunde zu retten, was sie sehr sympathisch macht.
Cedrics Wille, endlich mal für das Herz einer Frau zu kämpfen, lässt jedes Mädchenherz höher schlagen. Cedrc ist jemand, der mit jedem Edward und Jacob mithalten kann und ein faszinierender Charakter, den man sicher nicht vergisst.
Die Gruppe der Behüter um Cedric ist nicht weniger spannend, da die Jungs sehr unterschiedlich sind. Julian ist das Hirn, Cedric die Muskeln und Vincent ganz klar der Charme des funktionierenden Team. Unter der Vernunft Leanders sind sie das beste Team der Behüter, die die Menschen vor den Dieben beschützen. Doch sind nicht alle Diebe gleich, wie sie durch Jess erfahren, und setzten nun alles daran, ihre Freundin zu beschützen, was ungeheuren Mut voraussetzt.


Schreibstil:
Sabine Schulter schreibt unglaublich fesselnd. Ich kann
nicht mal sagen, was es genau ist, was mich nicht loslässt. Ich kann nur sagen, dass man ab den ersten Worten in der Geschichte drin ist und sie einen auch nicht mehr loslässt. Ich habe es geradezu durchgesuchtet, da mich die Geschichte nicht losgelassen hat. Ich bin mehr als begeistert!


Fazit:
IHR MÜSST ES LESEN!!!!!
Das ist eine der grandiosesten Geschichten, die ich je gelesen habe und ich habe sehr viele Bücher gelesen. Die Figuren sind unglaublich toll und die Idee ist einfach großartig, denn es ist etwas Neues in der Fantasybranche und es begeistert!
Ich rate euch gleich, euch gleich beide Bände zuzulegen, wenn ihr einmal anfangt, denn es macht euch fertig, den zweiten nicht zu haben, wenn ihr den ersten beendet habt.
Diese Dilogie ist ein fantastisches Leseabenteuer, das ich jedem ans Herz legen muss, denn es hat mehr Aufmerksamkeit verdient und zählt für mich einfach zu den Besten. Nicht mal 5 Sterne werden dem gerecht!

Meine Bewertung:




Fortsetzung:

Band 2: "Azur - Eine Diebin bricht aus"

Neugierig geworden? Hier könnt ihr es direkt kaufen: Amazon - Band 1

Die Autorin im Interview


1. Vielen Dank vorab an dich, liebe Sabine Schulter, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Würdest du uns ein wenig über dich erzählen?
Gleich zu Anfang eine so ausschweifende Frage ;)
Ich bin 28 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann in der Nähe von Bamberg in Bayern. Gebürtig komme ich jedoch aus Thüringen und habe auch schon zwei Jahre in Niedersachsen gelebt. 
Ich schreibe bereits mein Leben lang, habe mich aber erst Ende 2014 dazu entschieden, den Beruf der Autorin auch hauptberuflich auszuführen. Davor habe ich mich meiner zweiten Leidenschaft gewidmet: Dem Essen.
Vor dem Schreiben habe ich nicht nur ein Studium der Oecotrophologie abgeschlossen, sondern auch eine Ausbildung zur Konditorin ;)
Inzwischen habe ich mit „Die Hüterin der Welten“ mein sechstes Buch veröffentlicht.

2. Wann hattest du das erste Mal den Gedanken, deine eigenen Geschichten zu schreiben?
Ich habe damit sehr früh begonnen und Kurzgeschichten im Schulunterricht geschrieben, wenn ich mal wieder keine Lust hatte, aufzupassen ;)
Mein erstes richtiges Buch schrieb ich während des Studiums, ließ es aber vorerst unbemerkt von der Öffentlichkeit in meiner virtuellen Schublade liegen. Erst als ich Band 2 begann, wurden nicht nur meine Kommilitonen darauf aufmerksam, sondern auch mein Mann wollte das Buch lesen. Sie haben mich dann auch ermutigt, es zu veröffentlichen.

3. Gibt es Autoren, die dich inspiriert haben?
Ich lese schon, soweit ich zurückdenken kann und natürlich sind während der Zeit viele Autoren gekommen und gegangen. Dass mich einer von ihnen inspiriert, würde ich nicht sagen. Dafür unterscheiden mich meine Geschichten zu sehr von den Autoren, die mir jetzt in den Kopf kommen. Aber es gab genügend, die mich geprägt haben. Darunter fallen Wolfgang Hohlbein, Trudi Canavan und Mary H. Herbert.

4. Wie war es für dich, dein erstes Buch, „Die Erwachte“, zu veröffentlichen?
Es war eine ziemlich überstürzte Aktion. Mein Mann hat mir Mut zugesprochen, es zu versuchen und da ich nicht glaubte, dass ein Verlag es haben wollte, habe ich es bei Neobooks als Selfpublisherin hochgeladen. Und zwar, bevor mich mein Mut wieder verließ. Mein Herz hat so mächtig geklopft, als es hoch lud! Und ich war mega happy, als es dann auch noch gekauft wurde.
Die Printausgabe kam ja erst gut ein Jahr später und noch heute ist es ein ganz besonderes Gefühl, das selbstgeschriebene Buch in den Händen zu halten. Einfach großartig!

5. Was hat dich zur Dilogie „Azur“ inspiriert?
Inspiriert? Ich glaube, ich bin eine ziemliche Inspirations-Niete ^_^
Mich hat nichts inspiriert. Oder zumindest nichts Außergewöhnliches, das ich benennen könnte. Meine Ideen kommen einfach so. Manchmal beim Autofahren, mal beim Wäschewaschen oder wenn in einem Gespräch ein eigentlich belangloses Wort fällt – all das kann bei mir eine neue Idee auslösen. Und so wird es auch bei Azur gewesen sein, denn ich erinnere mich nicht mehr daran. Tut mir leid, dass es keine spannende Geschichte ist ;)

6. Wie lange hast du daran gearbeitet bis wir den ersten Band in Händen halten konnten?
Band 1 lag ehrlich gesagt fast ein Jahr in einer virtuellen Schublade, weil ich noch zu sehr an meiner Debüt-Trilogie gearbeitet habe. Aber irgendwann konnte ich nicht mehr warten und schrieb Band 2 innerhalb von 2 Monaten, während ich Band 1 überarbeitete. Wenn man also die Lagerzeit nicht mitrechnet, sind beide Bände von Azur innerhalb eines halben Jahres veröffentlichungsreif geworden.

7. Wie bist du bei der Entwicklung der Charaktere vorgegangen?
Die Charaktere entwickeln sich zuallererst zusammen mit der Geschichte in meinem Kopf. Wenn ich dort dann ein zufriedenstellendes Bild habe, schreibe ich zuerst die Charaktere auf: wie ich sie mir vom Aussehen her vorstelle, welche guten Eigenschaften sie besitzen und
welche schlechten sie haben sollten. Dann überlege ich mir meist noch ein paar Spleens, damit sie noch realistischer wirken. 
Manchmal muss ich sogar Szenen umschreiben, weil mir aufgefallen ist, dass ein Charakter aus seiner Rolle fällt und nicht seinem Wesen nach agiert. Authentizität ist immer sehr wichtig bei den Charakteren.

8. Hat sich der erste Band von „Azur“ auch mal verselbstständigt und wurde ganz anders als du dachtest oder entstand die Geschichte genauso in deinem Kopf?
Bis zur Mitte von Band 1 lief es genau so, wie ich es wollte. Danach hatte ich quasi keinen Einfluss mehr ^_^ Aber das ist normal und macht am meisten Spaß am Schreiben.

9. Gab es auch Schwierigkeiten beim Schreiben des ersten Bandes?
Nein, gar nicht. Bisher machten mir meine Bücher generell wenig Probleme und ich geriet bisher auch noch nie in eine Schreibblockade (Ich danke allen Mächten dafür!)
Aber Band 3 meiner Sin und Miriam Trilogie fiel mir besonders schwer… Ich wusste selbst nicht wieso, bis ich ans Ende der Geschichte kam: Ich wollte die Charaktere nicht gehenlassen. Es handelte sich eben bei der Geschichte um mein Debüt ;)

10. Steckt auch etwas von dir in Jess?
Es bleibt wohl nie aus, dass man ein wenig von sich in jeden Char steckt – bei mir vor allem in die weiblichen. Aber Jess besitzt erstaunlich wenig von mir, obwohl immer wieder Szenen auftauchen, die mir auch so schon im Alltag passiert sind (ich laufe auch ständig in andere Menschen rein…)  Allerdings verkörpert sie viele meiner Wünsche für eine gute Protagonistin: stark, schön, mit viel Durchsetzungsvermögen, einem guten Herzen und faszinierendem Geschick.
In meiner Miriam aus Die Erwachte steckt viel mehr von mir. Eine befreundete Bloggerin weigerte sich sogar einmal, die Trilogie zu rezensieren, weil sie viel zu sehr mich darin sah ^_^

11. Hast du unter den Jungs einen Liebling? Denn da treffen ja sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander.
Definitiv Cedric! Er ist im Moment sogar auf Platz 2 meiner gesamten männlichen Protas. Auf Platz 1 ist Mathey aus meiner Hüterin. Ich stehe eben total auf den beschützenden Typ. Dafür sind die BadBoys ganz weit unten bei mir…

12. Begleitete dich auch die Realität manchmal in dein Werk? Beispielsweise real existierende Orte oder Personen?
Natürlich, ich liebe es ja, meinem Leser das Gefühl zu geben, dass meine Geschichten nebenan spielen könnten. Meine Debüt-Trilogie spielt deswegen in München und bei Azur habe ich explizit darauf verzichtet, einen Ort zu nennen, damit ihn sich der Leser selbst aussuchen kann. Auch baue ich immer wieder Szenen ein, die mir im Alltag passieren. Das sind dann meist die lustigsten Szenen (Ich sage nur: Spinne zertreten).
Auch meine Chars bekommen oft Vorbilder. In einer meiner damaligen Kommilitoninnen habe ich wohl die perfekte Jess gefunden – jedoch nur vom Aussehen her. Ich glaube, sie fand es manchmal befremdlich, wenn ich sie während des Mittagessens angestarrt und dabei im Kopf meine Geschichte weitergesponnen habe :P

13. Hast du einen Lieblingsplatz zum Schreiben?
In meiner Wohnung habe ich insgesamt drei Stück, aber ich kann überall schreiben, wenn es mir in den Fingern juckt. Wenn es dringend raus will, geht das Schreiben sogar als Beifahrer im Auto :)

14. Vor kurzem ist dein neues Projekt „Die Hüterin der Welten“ erschienen? Geistern schon neue Projekte in deinen Gedanken herum?
Oh ja! Sogar zu viele, um sie gerade alle zu verfolgen. Im Moment schreibe ich ja an meiner High Fantasy-Trilogie, die im Winter erscheinen soll. Dann noch an einer Vampir-Serie, deren erster Band im Herbst geplant ist. Und da wäre noch mein erster reiner Liebesroman. 
Auf meiner Warteliste stehen gerade drei weitere Geschichten, die noch warten müssen, bis ich eines der anderen Projekte beende. Wenn ich alle Projekte in Veröffentlichungen planen sollte, wäre ich schon jetzt bis Herbst 2018 ausgeplant. Und dabei gehe ich von 4 Veröffentlichungen pro Jahr aus… Puh.

15. Nun zur abschließenden Frage: Was bedeutet es für dich, Autorin zu sein?
Es bedeutet für mich pures Glück. Es ist traumhaft schön, all den Welten, die mir im Kopf herumschwirren, Ausdruck verleihen zu können und täglich zu sehen, wie sich meine Leser daran erfreuen. Ich möchte ehrlich nie mehr etwas anderes machen und danke meinem Mann, dass er es mir ermöglichte, diesen Traum wahrwerden zu lassen!


Die anderen Werke im Überblick:





Vielen Dank an dich, liebe Sabine, für das tolle Interview und die super angenehme Zusammenarbeit!
Ihr seid neugierig auf die Werke der Autorin geworden und wollt nichts mehr verpassen?
Dann schaut hier auf ihrer Facebookseite oder ihrer Amazonseite vorbei!
Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen!




Bildquellen:   creadoo.com   und    initiative-schreiben.de


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