Sonntag, 23. Oktober 2016

Rezension - "Blutsbande"

"Große Fresse - keiner glitzert."

Tristan Baker wohnt in einer Kleinstadt. Er ist ein normaler 19-Jähriger und schon sein ganzes Leben unglücklich in Robin verliebt. Zumindest war er das! Seit einigen Wochen gerät sein ruhiges Leben jedoch komplett aus den Fugen. Nicht nur, dass sein Körper sich auf geheimnisvolle Weise verändert, auch seine Freunde benehmen sich immer merkwürdiger. Als eine Fremde in sein Leben tritt, ändert sich plötzlich alles. Es kommt zum Streit mit seinen Freunden und die Welt, die er kannte, gibt es nicht mehr. Tristan gelangt zwischen die Fronten eines Krieges, der seit Jahrhunderten tobt. Ein Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen. Grausam, doch vor den Menschen versteckt und von biblischem Ausmaß. 



Cover:
Ich finde das Cover gelungen. Grund dafür ist, dass es einfach neugierig macht und das ist der Sinn eines Covers. ich dachte sofort: Huch, was ist das? Worum geht es da? Das zeigt mir, dass dieses geheimnisvolle Cover perfekt gewählt wurde, denn es hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Inhalt:
Der Einstieg in die Geschichte gefiel mir gut und auch der Rest des Buches war recht unterhaltsam. Doch das nicht zu jedem Zeitpunkt. An sich passierte etwas, aber irgendwie passierte auch nichts.
Die Handlung war durchdacht und hat durchaus Potenzial zu einer wahnsinnig spannenden Geschichte, aber für mich fühlte es sich an wie ein extrem langer Prolog, denn auf den Krieg, der Spannung verspricht, wartete ich erfolglos. 
Vor allem gegen Ende fehlte mir die Auflösung beziehungsweise kam sie mir zu spät. Offene Fragen und Ratlosigkeit bei mir als Leser, was wohl dahinter steckt, ist gut aber nicht das gesamte Buch über. Die ganze Zeit wurde keiner meiner Fragen wirklich beantwortet und ich fühlte mich einfach nur ahnungslos. Dadurch zog es sich für mich auch sehr. Es war immer das gleiche Problem, vor dem der Protagonist Tristan stand. Gegen Ende kamen nur noch mehr Fragen auf als geklärt wurden. Das, was endlich geklärt wurde, war jedoch schon absehbar und das Offensichtlichste.
Das Konzept ist keinesfalls schlecht, doch vielleicht hätte man mehr reinstecken können, um dem Leser Spannung zu bieten.


Charaktere:
Die Charaktere gefielen mir größtenteils sehr gut. Gerade die Gruppe Jungs um Tristan konnten mich begeistern, da sie ganz unterschiedliche Typen sind. Das fand ich sehr gut konzipiert. Ich hoffe, dass ich im Folgeband mehr über sie erfahren kann. 
Auch die Frauen in Tristans Leben fand ich super. Die eine geheimnisvoller als die andere, aber beide sehr gut zur Geschichte passend. Auch sie waren sehr unterschiedlich, was die Vielseitigkeit an Charakteren gesteigert hat und mir umso mehr gefallen hat.
Tristan empfand ich als angenehmen Protagonist. Er ist niemand, der allem blind folgt, denn er stellt Fragen und hinterfragt und lässt sich nicht so schnell von seinen Zielen und Einstellungen abbringen. Ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen, was die Geschichte für mich unterhaltsam gemacht hat.

Schreibstil:
Die Autorin Ally J. Stone
 Die Geschichte ließ sich leicht lesen, sodass ich sehr gut vorankam und der Lesefluss nicht ein einziges Mal unterbrochen wurde. Ich bekam auch ein gutes Bild von den Handlungen der Personen, doch leider nicht vom Gesamtbild. Mir fehlte es teilweise sehr an Beschreibungen. Ich hätte es toll gefunden, wenn ich mir ein besseres Bild von der Umgebung und dem Gesamtgeschehen hätte machen können. Durch dieses Fehlen war es manchmal sehr rasant, trotz das nicht wirklich was geschah.

Fazit:
Gerade die inhaltlichen Schwächen haben mir teilweise die Freude am Lesen genommen, vor allem gegen Ende. Die Idee ist gut, doch es hätte wesentlich mehr daraus gemacht werden können. Insbesondere was die Handlung betrifft, da mir einfach zu wenig passiert und zu viel hinausgezögert wird. Es ist gut, den Leser zu locken und das ist der Autorin am Anfang absolut gelungen, doch hat sie leider meines Erachtens zu lange gewartet und zu viel der Vorerzählung geleistet.
Dennoch bin ich neugierig auf Band 2, da ich hoffe, dass es nun da richtig losgeht.




Wer neugerig geworden ist, braucht nur hier zu klicken ... 

1 Kommentar:

  1. Hallöchen,
    nach dem schönen Zitat "Große Fresse - keiner glitzert." war ich ja neugierig auf Deine Meinung, zumal ich von dem Roman noch nie etwas gehört habe. Schade, dass er dann doch nicht sooo gut ausfiel, aber schöne Rezension!

    Viele Grüße
    Sandra

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