Freitag, 24. November 2017

Einer Überarbeitung würdig ... Rezension zu "Die Elementarsturmchroniken"




Auf Gaetan wandelten einst Götter unter den Sterblichen, mit ihnen verschwand die Magie aus der Welt. Ein 600 Jahre altes Geheimnis bringt den junge Waliser Stuart nach Gaetan, der dort gegen seinen Willen zum Mittelpunkt eines magischen Krieges wird. Seine Ankunft setzt eine Kettenreaktion in Gang: Eine uralte Gefahr erwacht , ein längst vergessenes Volk kehrt ans Tageslicht zurück – und eine Prophezeiung aus alter Zeit stellt Stuart vor die Entscheidung seines Lebens. 480 Buch-Seiten High-Fantasy-Abenteuer mit jeder Menge Magie, faszinierenden, fremden Kulturen und Landschaften. Inhaltsangabe Auf Gaetan wandelten einst Götter unter den Sterblichen, mit ihnen verschwand die Magie aus der Welt. Vor über 600 Jahren lehnte sich der alte graue Orden zusammen mit den letzten Elementarformern gegen die Invasoren aus dem Landesteil Merin auf. In einer entscheidenden Schlacht gewann der Orden die Oberhand über die Armee der grauen Kirche von Merin – und über den letzten Elementarstürmer Gaetans, ein Sohn des Gottes Äon. Aber der Orden verlor den Krieg und wurde ausgelöscht. Mit ihm verschwand das Wissen um den Bund der Wächter und die Geheimnisse der Aegantrik, der Magie der Elementarformer. Heute ist Gaetan scheinbar friedlich, die graue Kirche hat den größten Teil des Landes in einen Gottesstaat verwandelt. Nur die Grafschaften Xhanten, Custen und die freie Hafenstadt Melenos sind unabhängig. Tananeas, Prophet der Kirche des Lichts, das letzte Überbleibsel des grauen Ordens, sieht jedoch Gefahr heranziehen: Der Friede der grauen Kirche von Merin erscheint ihm trügerisch. Und so versucht Tananeas den Orden wieder aufzubauen. Mit wenig Hoffnung. Der junge, walisische Halbwaise Stuart und sein langjähriger Freund, der Archäologie-Student Marten, geraten in diesem Moment nach Gaetan. Stuarts Welt wird erschüttert, als er die Wahrheit über sich, seinen Vater und seinen Freund Marten erfährt. Sein Erbe soll nicht nur Stuart, sondern auch Tananeas und ganz Gaetan vor eine Herausforderung stellen. Eine Herausforderung, die entscheidend sein könnte für die Zukunft Gaetans.


Cover:
Die äußere Gestaltung des Buches gefällt mit persönlich ganz gut. Es ist geheimnisvoll gestaltet, da es einerseits nicht viel verrät und andererseits eine düstere, unheimliche, vernebelte Stimmung vermittelt, die neugierig macht auf die Geschichte dahinter. Insgesamt ein gelungenes, wenn auch nicht eins der besten Cover.


Inhalt:
"Die Elementarsturm-Chroniken" basieren auf einer komplexen, gut durchdachten Idee. Mit einer guten Umsetzung hätte mir die Geschichte aus Spaß gemacht, denn gerade am Anfang fand ich die Geschichte spannend und habe sie gerne gelesen. 
Doch umso weiter ich gelesen habe, desto verwirrter und unmotivierter wurde ich. Grund dafür war die mangelhafte Umsetzung, die sich auch inhaltlich bemerkbar machte. Die Geschichte ist mit vier Handlungssträngen in zwei verschiedenen Zeiten sehr komplex, sodass es eine wahre Kunst ist, diese dem Leser gut und unterhaltsam zu vermitteln. Dies ist hier leider nicht gelungen, da mit manche Szenen absolut nicht logisch erschienen, ich das Gefühl hatte, sie in der falschen Reihenfolge zu lesen und und und ...
Teilweise sind Logikfehler drin, die das Lesen zum Stocken bringen und auf die Dauer einfach nervig sind. 
Zusammenfassen lässt sich über den Inhalt sagen, dass die Grundidee sehr gut ist und der Autor sich auch spürbar viele Gedanken gemacht hat, doch die Umsetzung hat in diesem Punkt zahlreiche Schwächen reingebracht.

Charaktere:
Die Charaktere haben aus meiner Sicht durch die Umsetzung ebenso sehr gelitten. Es treten durch die Komplexität der Geschichte zahlreiche Charaktere auf, die ich am Anfang noch ganz gut auseinanderhalten konnte. Doch umso weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr entfernten sich die Charaktere von mir. Es wurde undurchsichtig, die Figuren waren nicht mehr greifbar für mich und oft verstand ich die Beziehungen untereinander überhaupt nicht mehr und konnte teilweise die Personen nicht mal mehr zuordnen.
Ich fand die Charaktere durchaus vielseitig und auch nicht schlecht konzipiert, doch litten sie aus meiner Sicht durch die Umsetzung.

Schreibstil:
Prinzipiell finde ich den Schreibstil des Autors nicht schlecht. Er zeigt Talent darin, bildlich und auch spannend zu erzählen. 
Ich fand auch die Perspektivenwechsel und auch verschiedenen Zeiten grundsätzlich ganz cool. 
Doch auch stilistisch fehlte hier an zählreichen Stellen in höchsten Maßen das Lektorat! 
Es türmen sich Rechtschreib- und Kommafehler, die das Lesen für mich sehr anstrengend machen. Manche Sätze waren inhaltlich einfach falsch oder so verwirrend, dass ich mit der Geschichte auch aus diesem Grund überfordert war.
In diesem Punkt besteht ebenso viel Handlungsbedarf wie inhaltlich.

Fazit:
Jede Geschichte verdient es, erzählt zu werden, doch sollte man sie nicht irgendwie erzählen. Denn das hat keine Geschichte verdient. "Die Elementarsturm-Chroniken" ist für mich ein Buch, dem nicht genug Arbeit geschenkt wurde. Es fehlt massiv am Lektorat an vielen Stellen und wurde auch zu komplex und für mich unübersichtlich gestaltet, als dass man Spaß am lesen hat. Diese Geschichte braucht sehr viel Zeit und die hat sie sich auch verdient, denn in diesem Zustand wird sie von vielen definitiv nicht gehört und gänzlich gemocht werden.




Hier ist das Buch über Amazon erhältlich. Dazu greifen würde ich an eurer Stelle aber erst nach einer Überarbeitung!






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen