Dienstag, 4. Oktober 2016

Rezension - "The Bone Season" von Samantha Shannon

Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer lesen. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Warden trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen…


Cover:
Das Cover wurde nicht besonders aussagekräftig gestaltet, macht mit seiner Schlichheit jedoch etwas her. Es ist so gestaltet, dass man als Käufer darauf aufmerksam wird und sich fragt, was wohl dahintersteckt, denn es wird nicht über den inhalt verraten. Selbst die Titel sind sehr vage, was die Neugierde nur noch mehr anfacht. Im Gesamtbild nichts Besonderes, aber nicht schlecht.

Inhalt:
Ich würde die den Autakt der Reihe als sehr komplex und schweirig bezeichnen, da es sich doch nicht so leicht liest, wie man anfänglich vielleicht annimmt. Dies liegt nicht nur im Schriebstil, sondern auch in der Handlung selbst begründet.
Samantha Shannon schuf wahrlich eine sehr komplexe Welt. Wir finden uns im zukünftigen London als Papige Mahony wieder, die mit einer besonderen Fähigkeit behaftet ist. Sie ist in der Lage, die Traumlandschaften anderer zu sehen und in sie einzudringen. Doch die sogenannten Widernatürlichen wie Paige werden verfolgt, sodass auch Paige früher oder später in Gefangenschaft gerät ...
Die Handlung beruht auf einer vielversprechenden Idee, sodass ich sagen muss, dass es sich lohnt, die anfänglichen Kapitel einfach durchzustehen. Samantha Shannon versucht dem Leser am Anfang sehr viele Informationen zu vermitteln, was nicht wirklich gelingt, da es einfach zu viel ist und man sich fast durchkämpfen muss. Doch es lohnt sich, denn irgendwann konnte mich das Geschehen durchaus packen und die Spannung stieg bis zum Finale am Ende des Buches an.
Man stößt bereits im Verlauf der Geschichte auf überraschende Wendungen und es kommen immer mehr Fragen auf. Mir hat die Geschichte immer besser gefallen, sodass sich der Kampf am Anfang gelohnt hat.
Die Geschichte wurde meiner Meinung nach auch zu einem guten Ende geführt, wo Fragen geklärt aber auch noch genug für Band 2 offen blieben.



Charaktere:
Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Protgonistin Paige. Man merkt schnell, dass sie zu der starken und toughen Sorte Menschen gehört, was sie teilweise kalt erscheinen lässt.
Durch ihre nicht sehr emotionale und nicht sehr gesprächige Persönlichkeit, fiel es mir manchmal (vor allem anfangs) sehr schwer, mich in sie hineinzuversetzen, was vor allem durch die Ich-Perspektive nötig war, um in die Geschichte abtauchen zu können.
Jedoch wird ihre Entwicklung im Verlauf des Buches deutlich und ihre Emotionalität nimmt zu, was mir sehr gefiel sodass ich gegen Ende doch noch warm mit ihr wurde.
Besonders im Fokus stand der Wächter Arcturus. An seiner Figur fand ich vor allem den Wandel der Gefühlswelt des Leser, was ihn betrifft, sehr interessant. So hegte ich anfangs wirklich eine Groll gegen ihn, was sich gegen Ende hin doch drastisch änderte. 
Die anderen Charaktere fand ich auch gut und passend, sodass sie die Geschichte meiner Meinung nach sehr gut ergänzten.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall sehr ausfürhlich. Das ist einerseits gut, da dem Leser viel vermittelt wird, andererseits aber auch nicht so gut, da die Beschreibungen sehr schnell zulang werden und dem Leser die Freude am Lesen nehmen, was schade ist. Gerade am Anfang muss man sehr geduldig vorgehen, da man auf eine Erklärung einer sehr komplexen Welt trifft, wobei es nicht leicht ist, gleich alles zu verstehen und nachzuvollziehen.
Ansonsten gefiel es mir ganz gut, vor allem da ich ab der Hälfte immer besser in die Geschichte hineingefunden habe und die Spannugn auch immer mehr zunahm, was den Lesespaß wieder aufflammen ließ.

Fazit:
Samantha Shannon schuf mit dem Autakt der Reihe einen gelungen aber nicht perfekten Deübroman. Wer tut das schon? In der Erzählweise seh ich auf jeden Fall Potenzial nach oben, gerade was die äußeren Umstände angeht, um dem Leser ein besseres Verständnis der Welt zu vermitteln aber inhaltlich finde ich die Geschichte sehr gut gestaltet, sodass man Lust auf mehr bekommt, trotz dass sich der Anfang schwierig für mich gestaltete.






Euch erwartet gleich hier die spannende Geschichte .... 

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