Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension "Das tote Mädchen" von Steven James



Als ein totes Mädchen im Lake Algonquin gefunden wird, glaubt der 16-jährige Daniel, wie alle anderen auch, dass seine zwei Jahre jüngere Mitschülerin Emily durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Doch bei ihrer Beerdigung hat er eine Vision von ihr, wie sie ihn um Hilfe bittet. Daniel glaubt, dass sie ermordet wurde. Doch keiner will ihm glauben. Es fällt Daniel immer schwerer, zwischen seinen Visionen und der Realität zu unterscheiden. Doch er muss den wahren Killer stellen, bevor dieser wieder tötet ...







Cover:
Die Gestaltung des Buches erfüllt in meinen Augen definitiv die Aufgabe, auf die Geschichte aufmerksam zu machen. Das Cover passt zur Handlung, verrät aber dabei auch nicht zu viel, was umso neugieriger macht. Und dabei ist es insgesamt sehr hübsch anzusehen.

Inhalt:
Die Geschichte konnte mich total begeistern, sobald man sich reingefunden hat. Während sie anfangs noch gemächlich voranschreitet, packt sie einen irgendwann so sehr, dass man es nicht aus der Hand legen kann. Die Handlung ist durchdacht konzepiert und hält einige Überraschungen bereit, die man so nicht erwartet hat. Besonders zum Ende hin, konnte alles passieren und ich war hin und weg.
Sobald die Spannung gestiegen ist, wird dieses Niveau von Steven James gehalten, während er sowohl Fantasy als auch zarte Gefühle in seine Geschichte einbaut.
Auf jeden Fall empfehlenswert!

Samstag, 4. Februar 2017

Rezension zu den Kurzgeschichten zum Fantasyroman "Zorn und Morgenröte"

"Fluch und Flammen" 
von Renée Ahdieh

Chalid, der Kalif von Chorasan, kehrt von einer Reise zurück und sieht schon von Weitem die Flammen über Ray, der Hauptstadt seines Reiches. Alles, was er liebt, befindet sich dort. Und er muss sich entscheiden, wem sein Herz gehört: Seinem Volk oder seiner großen Liebe Shahrzad.

 Diese Kurzgeschichte enthält eine Leseprobe der Fortsetzung "Rache und Rosenblüte".






Das Cover ist wunderhübsch und hat mir sofort klar gemacht: Das gehört zu Shahrzads Geschichte! Vor allem die Blume darauf hat eine große Bedeutung, was man aus dem ersten Teil "Zorn und Morgenröte" weiß.
Ich hatte mich darauf gefreut, einen weiteren kleinen Einblick in die Welt Chorasans zu werfen, denn sie hat mich bereits einmal begeistert. Die Kurzgeschichte gefiel mir auch ganz kurz, denn sie befasst sich mit einem sehr bedeutenden Moment. Ich hatte es mir gewünscht, diesen Moment in Band 1 zu erleben bzw. habe mich gefragt, wie er wohl abläuft. Durch den Schreibstil war ich wieder mitten drin, denn Renée Ahdieh hatte ich sofort wieder eingefangen. Ich fand die Kurzgeschichte inhaltlich top, sodass ich sofort Lust auf mehr hatte und nun noch ungeduldiger auf die Fortsetzung "Rache und Rosenblüte" warte. Nur fand ich die Kürze hier etwas störend, aber da es gratis ist, ist es auch irgendwo verständlich.




Hier könnt ihr euch die Geschichte nach Hause holen, wenn ihr genauso wie ich Fans der Welt von "Zorn und Morgenröte" geworden seid.







"Motte und Licht"  von Renée Ahdieh

Als Dienerin im Palast sieht und hört Despina einiges. Als sie durch einen Zufall die Gelegenheit bekommt, die neue Königin von Chorasan kennenzulernen, hofft sie, ihre Vertraute zu werden. Doch jemand anderes sucht ihre Nähe und beansprucht ihre Aufmerksamkeit: Jalal Azef al-Churi, General der Staatswache und Frauenheld. Obgleich Despina sich alle Mühe gibt, einen kühlen Kopf zu bewahren, kann sie sich seinem Charme nur schwer entziehen.

Diese Kurzgeschichte enthält eine Leseprobe der Fortsetzung sowie ein ausführliches Interview mit der Autorin.

Freitag, 3. Februar 2017

Rezension "...wenn alles verloren scheint" von Kerry Greine





Dieser Sammelband enthält vier abgeschlossene Geschichten. 
*** Nach Jahren steht Annie plötzlich ihrem ersten und einzigen One-Night-Stand Colin gegenüber und ist wie erstarrt. Sie fühlt sich zurückkatapultiert in diese eine gemeinsame Nacht. Trotz allem, was seit damals geschehen ist, knistert die Spannung zwischen ihr und Colin und sie kann den aufkommenden Gefühlen für diesen gut aussehenden Mann nicht widerstehen … 
 *** Jules kehrt völlig ausgebrannt aus Japan zurück ins heimische Boothbay Harbor. Hier will sie ihr Leben neu ordnen und endlich zur Ruhe kommen. Doch schon der Rückflug verläuft nicht nach Plan und kostet sie fast die letzten Nerven. Als sie dann auch noch mit einem unverschämten Macho zusammenstößt, hat sie endgültig genug. Sie ahnt nicht, dass das Schicksal ihr bereits am nächsten Tag genau diesen Mann ins Leben schubst … 
*** Christopher erfüllt sich seinen größten Traum. Er verkauft seine IT-Firma in Boston und zieht nach Boothbay Harbor auf ein altes Gestüt. Immer wieder sieht er dort am nahegelegenen Waldrand eine engelsgleiche Frau, die ihn in bisher nie gekannter Weise fasziniert. Völlig zurückgezogen lebt sie allein in einer heruntergekommenen Hütte, weitab der Zivilisation. Mit jedem Tag fühlt er sich mehr zu der einsiedlerhaften Unbekannten hingezogen, bis ein weiterer Schicksalsschlag die beiden näher zusammenführt, als Chris je zu hoffen gewagt hätte … 
*** Monatelang war Jesse für Lane nur ein Stammkunde in ihrem kleinen Coffeeshop in Boothbay Harbor. Sie hat von Männern die Nase voll und mehr als ein belangloser Flirt über den Tresen kommt für sie nicht in Frage. Dennoch kommt sie nach einem kleinen Missgeschick nicht umhin, ihn zu bemerken. Jesse weckt Gefühle und Sehnsüchte in ihr, die sie nie wieder empfinden wollte, denen sie aber nicht entfliehen kann …



Cover:
Meiner Meinung nach ist das Cover wahnsinnig hübsch.Die einzelnen Elemente bilden ein überzeugendes Gesamtbild, das auf jeden Fall Blicke auf sich zieht und auf die Geschichte dahinter neugierig macht. Es erzeugt bei mir irgendwie das Gefühl von einem kuscheligen Abend mit Tee und Buch in eine Decke gekuschelt und auch dafür ist das Buch mehr als geeignet.

Inhalt:
Die einzelnen Geschichten konnte mich jede auf ihre Weise von sich überzeugen, denn Kerry Greine hat mich berührt. Die einzelnen Geschichten waren in sich logisch und sehr gut nachvollziehbar. Die Handlung ist gut durchdacht, denn mir wurde zu keiner Sekunde langweilig, bei keiner einzigen Geschichte. Jede ging mir an die Nieren, könnte ich sagen.
Ich kann auch nicht sagen, dass mich die Beendigung einer Geschichte befriedigt hat und ich mir die nächste für den nächsten Tag hätte aufheben können - ich wollte wissen, was die Autorin noch in ihrem Buch für mich bereithält.
Auf jeden Fall kann ich euch diese Geschichten absolut empfehlen!

Charaktere:
Kerry Greine
Ich möchte die Figuren gar nicht im Einzelnen beschreiben, sondern möchte nur sagen, dass man sich sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen konnte. Auch hier fand ich es beeindruckend wie authentisch diese beschrieben und zum Leben erweckt wurden. Man konnte richtig mit ihnen mitfühlen und mitfiebern.
Authentisch als wären sie ausdem Leben gegriffen.
Durch die Charaktere sind die einzelnen Geschichten auch miteinander verbunden, denn man trifft auf bekannte Gesichter und erfährt, wie es mit ihnen weitergeht. Man liest eine große Geschichte, die aus einzelnen Abenteuern besteht, könnte man sagen.
Gerade das gefiel mir sehr gut, da man von vielen Charakteren so viele erfährt und nicht unter den Gedanken leiden muss, wie es wohl mit den Nebencharakteren weitergeht, die einen interessieren.


Donnerstag, 2. Februar 2017

Rezension "Exordium - Deadly Sin Saga" von Lana Rotaru



Ein Vertrag.
Zwei Seiten.
Drei Personen.
Sieben Todsünden.
Acht Prüfungen.

Himmel oder Hölle?
Leben oder Tod?

»Ich freue mich auf das Spiel, Avery …«


»Du wirst sterben, Avery Marie Harper!«
Unvermittelt ließ ich das Mädchen los und fiel rücklings in den Sand. »Was?« Ich musste mich verhört haben. »Was hast du gesagt?« Wieder bebte meine Stimme, und diesmal konnte ich es nicht wie ein Hirngespinst einfach wegwischen.
Die Kleine hob die Hände und hielt sie mir vor das Gesicht, als würde sie mich berühren wollen. Ihre Handflächen waren leuchtend rot und ihre Finger unnatürlich lang und spitz. Als sie den Mund öffnete, um etwas zu sagen, floss Blut heraus und rann ihr in einem Schwall über die Lippen. »Du wirst an deinem achtzehnten Geburtstag sterben.« Ihre Stimme klang gar nicht mehr hell und kindlich, sondern tief, dunkel und rau. Zu einem alkoholgeschwängerten Kettenraucher hätte sie besser gepasst als zu diesem vermeintlichen Kleinkind.
»Das … das passiert nicht wirklich!« Ich krabbelte rückwärts von dem Mädchen weg. »Das bilde ich mir nur ein!« Mit vor Angst geweiteten Augen krabbelte ich weiter, aber egal, wie sehr ich mich auch anstrengte, ich kam nicht vom Fleck. Die Distanz zu dem Mädchen änderte sich nicht.
»Bald, Avery! Bald komme ich und hole dich!«//


Cover:
In meinen Augen ist das Cover definitiv mehr als sehenswert. Es wirkt mystisch und magisch und passt somit auf jeden Fall zum Inhalt. Es wirkt geheimnisvoll, sodass man nicht sofort auf die Geschichte dahinter schließen kann, was bei mir auf jeden Fall Faszination hervorruft. Mich macht es neugierig und das ist es, was zählt.


Inhalt:
"Exordium" ist definitiv eine spannende, gut konzepierte Geschichte, die mich begeistern konnte. Sie ist von Spannung gespickt, da die Handlung einen von Anfang bis Ende fesselt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, denn Lana Rotaru entführt einen sofort in Averys Alltag, der immer seltsamer wird durch merkwürdige Ereignisse, die sie sich nicht erklären kann. Man wird auf eine geheimnisvolle, spannende Geschichte mitgenommen, denn die Handlung ist sehr gut aufgebaut und wird zum Ende hin nochmal richtig aufgepusht. Das Übernatürlich, was von der Autorin reingebracht wurde, konnte mich überzeugen, denn ich konnte gar nicht genug darüber erfahren und fieberte vor allem was das betrifft richtig mit.
Das Ende war schrecklich schön, denn es passte, aber es war schrecklich, dass die Geschichte vorbei ist. Ich kann es nicht erwarten zu erfahren, wie es weitergeht.

Charaktere:
Lana Rotaru konnte Avery und ihre Freunde in meinem Kopf zum Leben erwecken. Die Protagonistin Avery wuchs mir sofort ans Herz. Ich mochte ihre freundliche und doch sarkastische Art auf Anhieb, sodass die Geschichte umso mehr Spaß machte. Sie ist eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss, denn ihre Art macht einfach Freude.
Auch ihr Freundeskreis ist einfach grandios ausgearbeitet. Man muss die Zwillinge und Adam einfach kennenlernen. Vor allem Adam konnte mich begeistern, denn hinter ihm steckt so viel, was es gemeinsam mit Avery zu ergründen gilt.
Von einem Reihenauftakt mit mehreren Bänden ist man es gewohnt, dass die Charaktere noch recht oberflächlich behandelt werden, weil die Folgebände noch viel bereithalten, doch Lana Rotaru schafft es, ihren Figuren eine Tiefe zu verleihen und dabei doch nicht alles zu verraten. Im Gegenteil, man wird sogar immer neugieriger. 

Mittwoch, 1. Februar 2017

Rezension "Zorn und Morgenröte" von Renée Ahdieh





Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein ... Und doch werden sie magisch voneinander angezogen ...

Eine märchenhafte Geschichte über wahrhaft große Gefühle.




Cover:
Aus meiner Sicht, macht das Cover auf jeden Fall auf die Geschichte aufmerksam. Es ist sehr hübsch anzusehen mit den verschnörkelten Linien und vermittelt irgendwie eine orientalische Stimmung, zumindest hatte ich das Gefühl. Dadurch wird man bereits auf das Buch eingestimmt. Genauso wirkt es auf mich geheimnisvoll, da es einerseits nicht viel über die Geschichte verrät und andererseits wird dies durch den Ausschnitt des Gesichts verstärkt. In meinen Augen ein gelungenes Cover!

Inhalt:
Renée Ahdieh entführte mich mit "Zorn und Morgenröte" in eine andere Welt, in eine Geschichte voller Liebe und Hindernissen - eine Geschichte, die mich begeistern konnte.
Die Autorin baute in ihrem Werk eine andere Welt auf, in die man sich nicht sofort reinfindet. Mir fiel es schwer, in die Geschichte reinzukommen, da man am Anfang überhaupt nicht versteht, was vor sich geht und ich einem verwirrten Zuschauer glich.
Hat man jedoch ein paar Kapitel hinter sich gebracht, findet man sich immer besser in die Geschichte hinein. Man bekommt ein Gefühl für die Welt und wird von der Spannung, die durch die Intrigen und Geheimnisse entsteht, gepackt. Am besten gefiel mir an dem Geschehen, dass es auf mich authentisch wirkte. Es war nicht so weit hergeholt und auch die Liebe nicht zu plötzlich. Es wirkte echt, sodass ich noch mehr in der Geschichte versinken konnte, bis sie mich gar nicht mehr losließ.
Aus meiner Sicht, war sie auch gut durchdacht mit Wendungen und Überraschungen gespickt, die es in sich hatten.
Auch das Ende stelle für mich ein großartiges Finale da. Mir blieb richtig das Herz stehen, vor allem als ich auf der letzten Seite ankam und dachte: Das kann doch jetzt nicht sein.

Charaktere:
Man merkte bereits auf den ersten Seiten, dass Shahrzad eine starke junge Frau ist. Ihr Temperament und ihre spitze Zunge waren mir auf Anhieb sympathisch, denn darin konnte ich mich sehr gut wiederfinden. Sie gab dem Geschehen den gewissen Spritzer Humor und brachte wahrlich Unterhaltsamkeit mit. Man musste sie einfach gern haben. Besonders ihre Motive beeindruckten mich sehr.
Den Califen kann man auf jeden Fall als unnahbar und geheimnisvoll bezeichnen. Man lernt ihn im Verlauf der Geschichte immer besser kennen und wird von ihm definitiv fasziniert. Er hat so viel Leid zu tragen und gleichzeitig doch so viel Schuld ... Er ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte und in meinen Augen wurde dies glaubwürdig und überzeugend dargestellt, wie er sich im Verlauf der Geschichte entwickelte.
Auch die einzelnen Nebencharaktere fand ich passend und auch tief genug behandelt. Man gewann einen Einblick in ihre Gedanken und verstand sie, ohne den Fokus auf die Hauptprotagonisten zu verlieren. Alle zusammen bildeten ein tolles Gesamtbild, dass Freude beim Ergründen machte.

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