Mittwoch, 3. Mai 2017

Rezension "Engelserwachen - Malakhim" von Hawa Mansaray



"Die 16-jährige Georgie Eliot wird von ihren Mitschülern gemobbt und schikaniert. Auf der Flucht vor den handgreiflichen Übergriffen ihrer Klassenkameraden erleidet sie einen schweren Verkehrsunfall.

Moriel, der Todesengel, stellt sie vor die Wahl, in ihr irdisches Leben zurückzukehren oder im Himmelsreich eine wichtige Aufgabe zu übernehmen. Georgie entscheidet sich gegen ihr bisheriges Sein und wird zu einer Malakhim, einem Halbengel.
Aber auch im Paradies ist nicht alles Gold, was glänzt. Als der mysteriöse Cedric, der Georgie magisch anzuziehen scheint, ihr eine uralte Prophezeiung offenbart, steht das Böse bereits kurz davor, das Himmelsreich zu stürzen und die Menschheit zu vernichten. Längst hat Luzifer seine Schergen ausgesandt, um Feuersbrunst und Tod über die Welt zu bringen.
Ein Kampf zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle, und eine außergewöhnliche Liebe ohne jegliche Vernunft, entfacht."
 Cover:
Die Gestaltung des Covers ist definitiv ein Traum! Es hat mich magisch angezogen und macht sofort neugierig auf die Geschichte, weswegen man sich das Buch definitiv genauer anschaut, wenn man erst einmal einen Blick auf das Cover geworfen hat. Es passt sehr gut zur Idee der Geschichte, finde ich, denn es wirkt geradezu überirdisch.



Inhalt:
Vor allem inhaltlich ist "Engelserwachen" für mich schwierig. 
Die Grundidee der Geschichte ist wirklich gut und mehr als unterhaltsam, da es von Anfang bis Ende fast immer Spaß macht, die Geschichte zu verfolgen.
Es war auch zu keiner Sekunde langweilig, da das Geschehen rund um die Uhr Spannung zu bieten hat. 
Lediglich manche Logiklücken empfand ich als störend. Dazu zählen zwar vor allem die Handlungen und Gedankengänge der Protgonistin Georgie aber auch manche andere Dinge wie die Grausamkeit im Himmelreich, die jeder hinnimmt ohne was zu sagen oder ähnliches. Manche Aspekte passten für mich nicht, waren in meinen Augen nicht logisch. 
Auch das Ende ging mir etwas zu schnell, auch wenn man hier sagen muss, dass ich einerseits zufrieden mit dem Ende bin, andererseits aber auch noch genug Fragen für die Fortsetzung offen bleiben.

Charaktere:
Leider muss ich sagen, dass mir fast alle Charaktere besser gefielen als die Protagonistin Georgie.
Sie ist sehr gutmütig und auch naiv, aber das an manchen Stellen zu viel. Ich konnte oft ihr Handeln nicht verstehen, empfand sie manchmal als geradezu dümmlich, muss ich leider sagen und verstand ihre besondere Rolle in Verbindung mit ihrem Handeln nicht.
Anfangs ging es noch und man gewöhnte sich an ihre Art, aber im Verlauf der Geschichte wird es too much, was mir oft die Freude am Lesen nahm.
Im Gegensatz dazu waren ihre Mitstreiter viel besser gestaltet. Sie waren für mich eine tolle Mischung aus geheimnisvoll, freundschaftlich und individuell. Auch Jonathan war zwar manchmal gewöhnungsbedürftig, aber das passte größtenteils einfach zu seiner ruppigen Art.
Vor allem die Nebencharaktere haben es mir angetan. Cedric zum Beispiel war mein Liebling, weil er am interessantesten war.
Insgesamt muss ich sagen,dass es teilweise schwierig mit den Hauptprotagonisten war und mich eher die Nebencharaktere überzeugen konnten, was eigentlich nicht der Fall sein sollte.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir richtig gut, denn Hawa Mansaray führte mich auf sehr angenehme Weise durch die Geschichte.
Ich konnte mich durch die Beschreibungen alles sehr gut vorstellen, aber die Autorin verlor sich nicht in Details, sondern führte gleichzeitig die Handlung stetig fort.
Dadurch kam man mit Lesen richtig gut voran, sodass sie Seiten sehr schnell an einem vorbeiflogen.
Auf jeden Fall versteht es die Autorin, bei Handlung und Beschreibung die Waage zu halten und einen damit gut zu unterhalten.
Auch Georgies Perspektive gefiel mir, da man mit ihr gemeinsam hinter die Geheimnisse des Himmelreiches kommt.

Fazit: 
Ich bin zwiegespalten, was "Engelserwachen" angeht. Einerseits ist die Idee gut und unterhaltsam, aber andererseits waren einige Aspekte, die mich einfach nicht überzeugen konnten.
Georgie als Protagonistin war gut, teilweise aber zu übertrieben in ihrer Naivität und damit leider manchmal schwer zu ertragen. Auch manche Dinge bezüglich der Handlung erschienen mir nicht wirklich sinnvoll, was mir etwas die Lesefreunde  nahm. Prinzipiell ist "Malakhim" eine gute Unterhaltung für zwischendurch, die man lesen kann, aber nicht muss.




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