Samstag, 11. Februar 2017

Rezension "Rußatem" von Hubert Wiest



Nur die Kuppel schützt Jaikong vor dem unerträglichen Smog. Draußen ist jeder Atemzug eine Qual. Wer sich nicht anpasst, wird in die Industrieringe verbannt. Die 17-jährige Kalana wollte doch nur Schauspielerin werden, aber sie wird in die Industrieringe geschickt – für immer von Quinn getrennt. Quinn war ihr bester Freund und eigentlich ein bisschen mehr, aber sagen konnte sie es ihm nie.

Jetzt steht Kalana auf der anderen Seite der Kuppel. Sie kämpft gegen die Ungerechtigkeit des Systems. Und Quinn gehört zu ihren Gegnern.

Eine atemlose Suche nach Freiheit!

Cover:
Das Cover kann mich leider nicht beeindrucken und regte mich nicht zum Kauf an, da es düster und trist gestaltet ist und im Vergleich zu anderen nicht auf sich aufmerksam macht. Ebenso wenig wirkt es modern, sondern eher eintönig, auch wenn das nicht ganz das richtig Wort ist. Leider wirkt es einfach langweilig, auch wenn die einzelnen Elemente bzw. die abgebildete Situation einen wichtigen Aspekt des Buches ausmacht.

Inhalt:
"Rußatem" ist definitiv eine unterhaltsame, spannende Geschichte. Man wird scheinbar in eine ganz andere Welt entführt, an die man sich zwar erstmal gewöhnen muss, man aber jedoch gut hineingeführt wird. Schon auf den ersten Seiten war ich mitten drin in der Geschichte, denn Kalana erzählt uns, wie es ihr ergangen ist und was sie alles erlebt habt. Man wagt einen Blick in ihre Vergangenheit und gleichzeitig einen in unsere Zukunft. Vielleicht wird unsere Welt einmal so sein. Wer weiß ... Auf jeden Fall packte Hubert Wiest diesen Sachverhalt in eine spannende Handlung voller Wendungen, Intrigen und Geheimnisse, die es zu ergründen galt. 
Von leichter Romantik bis Kampfgeschehen ist alles dabei, sodass alles geboten wird, was das Leserherz begehrt. Von Anfang an riss mich die Geschichte mit, sodass ich sie in kurzer Zeit beendet hatte und die Seiten schneller dahinflogen als ich vermutet hätte.
Bis zum Ende war ich auch restlos überzeugt. Das war mir jedoch teilweise zu hastig und "einfach" gewählt. Es wirkte auf mich wie eine schnelle Lösung und konnte in meinen Augen nicht so recht mit dem Rest des Buches mithalten. Leider.


Charaktere:
Auch die Charaktere konnten mich begeistern, denn sie hatten sowohl ihre positiven als auch negativen Seiten. 
Kalana gefiel mir mit ihren starken Emotionen sehr, denn in sie konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Ich verstand nicht alle ihre Handlungen bzw. ihre nicht eintretenden Handlungen, doch trotzdem hat es mir Spaß gemacht, sie zu begleiten.
Quinn war am Anfang des Buches wie ein unbeschriebenes Blatt für mich. Ich konnte ihn nicht wirklich einschätzen, doch vor allem durch seine Perspektive wurde ich langsam warm mit ihm und konnte auch sein Handeln verstehen. Beide wirkten auf mich so verschieden, aber doch so gleich. Sie sind auf jeden Fall Protagonisten, die man gerne begleitet.
Auch die Nebencharaktere passten zur Geschichte und wurden in meinen Augen auch ausreichend beschrieben. Einige davon schloss ich richtig ins Herz und trenne mich nur ungern von ihnen.

Schreibstil:
Hubert Wiest
Hubert Wiest konnte mich wahrhaftig nach Jaikong entführen. Ich war sofort in der Geschichte drin und sie ließ mich auch die gesamte Zeit über nicht los, da der Autor weiß, wie man eine Geschichte spannend erzählt. Durch die verschiedenen Perspektiven konnte man viele Einblicke in die Handlung bekommen und erlebte das Geschehen von beiden Seiten könnte man sagen. Damit sieht man sowohl die guten als auch negativen Seiten beider Parteien, was ich als sehr wichtig für die Story und Thematik empfand.
Ich kann nur sagen, dass Hubert Wiest mich mit seinem Stil begeistern konnte, denn er beschrieb ausreichend und verlor dabei nie an Unterhaltsamkeit und Spannung, was die Geschichte zu einer reinen Lesefreude machte.
 
Fazit:
"Rußatem" hat mir persönlich sehr gut gefallen. Auch wenn das Cover nicht viel hermacht und mich nicht zum Kauf angeregt hätte, ist die Geschichte dahinter umso besser. Ich habe mich zu jedem Zeitpunkt unterhalten gefühlt, sodass sich die 300 Seiten wahnsinnig schnell weggelesen haben, weil Hubert Wiest sehr fließend und spannend schreibt, sodass man sich gut in die Geschichte hineinversetzen konnte. Bis auf das Ende, dass mir etwas zu rasant war, bin ich begeistert und kann das Buch absolut weiterempfehlen!



Wer neugierig auf das Buch geworden ist, kann es gleich hier erwerben!


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